ÜBER MICH



Pelegrinus (Kirchenlatein) - der Pilger, der Fremdling ... Abwandlung von (lat): Peregrinus - der

    unterwegs ist ... der übers Land in die Fremde geht ... Althochdeutsch : Piligrim           


- Geboren am 30. November 1953 in Pforzheim -

... aufgewachsen in Brötzingen am westlichen Stadtrand von Pforzheim ... einer Arbeitervorstadt mit damals noch stark ländlicher Prägung - in einer Strasse ohne Klaviere, dafür mit Werkstätten in Hinterhöfen - mit Indianerspielen auf zerbombten Ruinengrundstücken - mit all dem abenteuerlichen und oft auch recht rauen Leben dieser späten Nachkriegsjahre ...


1960 - 1964  Volksschule

1964- 1969  Realschule

1969 - 1972  Lehre als Mechaniker

1972 - 1973  Technisches Gymnasium

1973 - 1975  Vorsemester Grafikdesign Kunst- und Werkschule Pforzheim



... ab 1975 Ausbildung und langjährige Tätigkeit als Restaurator und Musikinstrumentenbauer - auf dem Sektor Restaurierungen vorwiegend beschäftigt mit Möbeln und Metallobjekten des 17. bis 19. Jahrhunderts - im Instrumentenbau spezialisiert auf die Tanzmeistergeige (Pochette) des 17. und 18. Jahrhunderts ... 

... dazwischen ausgedehnte Reisen und Auslandsaufenthalte  -  England, Schottland, Normandie, Bretagne, Italien, Sizilien, Malta, Türkei und Persien - teilweise verbunden mit Praktika auf dem Gebiet Kunst und Antiquitäten ...


... 1990 Ateliergründung  in Birkenfeld/Württemberg - in den folgenden Jahren enstehen grossformatige Objekte und Skulpturen aus Eiche, Ahorn, Birnbaum, Nussbaum und Kirschholz - oft in Verbindung mit geschmiedetem Kupfer ...



... 2007 setzt eine ärztliche Diagnose der Bildhauerei und dem täglichen Umgang mit schweren Objekten und Materialien ein recht jähes Ende - mehrere Wirbelbrüche und ein gravierender osteoporotischer Befund ...

... das erzwungene Aus einer mit viel Hingabe ausgeübten Tätigkeit ist zunächst schwer zu realisieren, jedoch wird immer klarer, dass die Zeit der lebensgrossen Skulpturen und raumgreifenden Objekte für mich ein für alle Mal zu Ende ist ...


... Umorientierung ist nun gefordert, Neufindung von Arbeitszielen und Strukturen - Möglichkeiten, weiterhin am Kosmos der eigenen Vorstellung zu gestalten - nur eben in anderen Dimensionen ...

... die Lösung liegt genauso nahe wie weit entfernt - in der Rückerinnerung an meine Kinder- und Jugendzeit sind plötzlich all die Bilder wieder da ... von den Werkstätten in der Nachbarschaft, wo Uhrmacher ihre grazilen Zahnräder und Wellen zu tickenden Werken zusammenfügten ... von geheimnisvoll und unergründlich gesteuerten Guillochier-Maschinen ... von den komplexen mechanischen Fertigungsautomaten, die mein Vater mit seinen Kollegen für die Pforzheimer Schmuckindustrie konstruierte -  Meisterwerke der Feinmechanik mit einer Seele aus Nockenwellen und Kurvenscheiben ...

... in all jenen Bildern und Impressionen dieser fernen Zeit habe ich meine Möglichkeit zur Weiterarbeit gesehen -  gestalterisch schaffendes Handwerk - kleine Welten mit gewaltigem Potential - Galaxien, die sich teilweise erst mit dem Blick durch die Lupe erschliessen - deren Enstehungsgeschichte so weit zurückreicht, dass sie vom Betrachter nun diese Zeit als Preis für ihre Öffnung einfordern ...



Objekte aus meinem Atelier befinden sich seit vielen Jahren in Privatsammlungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, England, Luxemburg, Finnland, Schweden, Italien, Spanien und den USA - sowie in der Kunstsammlung der Sparkasse Pforzheim-Calw.


Nicht vergessen möchte ich an dieser Stelle, all jenen meinen aufrichtigen Dank auszusprechen, von denen ich im Laufe meines Lebens lernen durfte - allen, die mich an ihrer Erfahrung und ihrem Wissen freundlich und geduldig teilhaben ließen und die damit über die Jahre hinweg großen Anteil an meiner Arbeit hatten und weiterhin haben.